Glaubenssätze: Kennen Sie Ihre Blockaden?

16. Januar 2018

Jeder Klient, der sich für eine Zusammenarbeit mit mir interessiert, wird zunächst zu einem kostenlosen und unverbindlichen Vorgespräch eingeladen. Das ist mir sehr wichtig, denn es könnte ja sein, dass Sie mich total unsympathisch finden. Wie soll da die nötige offene Atmosphäre für eine erfolgreiche Arbeit entstehen?

Auf der anderen Seite kann ich auf diese Weise wunderbar feststellen, ob eine Zusammenarbeit überhaupt sinnvoll ist, ob ich Ihnen also helfen kann. Denn wenn das nicht gegeben ist, müssen wir gar nicht erst anfangen.

Bei diesem Vorgespräch können alle offenen Fragen in Ruhe beantwortet, alle Bedenken ausgeräumt werden. Es ist einfach wichtig und – das gehört ja auch dazu – ich stelle immer wieder fest, dass es einfach wichtig ist, meine Klienten in entspannter Atmosphäre kennenzulernen. Direkt vor einer Hypnose-Session lässt sich eine gewisse Anspannung kaum vermeiden, denn meistens ist ja doch alles irgendwie neu und unbekannt.

Der wichtigste Grund jedoch, meine Klienten zu einem Vorgespräch zu bitten: schon während des Gesprächs entstehen ganz neue Gedanken, die für die spätere Arbeit immens wertvoll sind.

Was sind eigentlich Glaubenssätze?

Um zu verstehen, was da häufig passiert, ist es wichtig, das Konzept der Glaubenssätze zu verstehen. Ein Glaubenssatz entsteht aus den im Gehirn gespeicherten Erinnerungen, Gefühlen und Erfahrungen – meist aus der Kindheit. Typische Glaubenssätze sind zum Beispiel:

  • Du kannst das nicht.
  • Du bist an allem schuld.
  • Du bist zu dick.
  • Du bist unsportlich.

Diese Glaubenssätze entstehen in Situationen, die ein kleines Kind nicht oder falsch bewerten kann. Die Eltern streiten sich, das kleine Kind ist im Nebenzimmer und denkt, es sei schuld an dem Streit. Es kann die Situation nicht anders bewerten und so wird dieser Streit zwischen den Eltern als negatives Erlebnis abgespeichert.

Die meisten Menschen, die mit einem Thema zu mir kommen, tragen solche Glaubenssätze seit Jahrzehnten mit sich herum – und spüren deren Auswirkungen bis heute. Und verstehen Sie mich bitte nicht falsch: es gibt auch positive Glaubenssätze, die voranbringen und motivieren. Aber zu mir kommen die Menschen natürlich wegen der negativen, oder besser deren Auswirkungen.

Schon im Vorgespräch kommen diese Auswirkungen auf den Tisch und werden klar ausgesprochen. Dabei entstehen Emotionen, es kommen Gefühle hoch und Erinnerungen werden wach. Diese sind oft neblig, unklar, verschwommen. Aber wie man sieht, genügt schon das bloße Nachdenken, um diese verborgenen Emotionen tief aus der Erinnerung zu kramen.

Das ist bereits das erste Aha-Erlebnis: quasi die Übersetzung von unerwünschten Auswirkungen zu deren Auslösern, eben jenen Glaubenssätzen.

Eine kleine Übung für Zuhause

Sie sehen, wie schnell blockierende Glaubenssätze entstehen können. Schon ein eigentlich belangloser Streit genügt, um einem Kind eine falsche Botschaft zu vermitteln. Und je öfter so etwas passiert, desto tiefer schleift es sich ein. Kennen Sie das? Sie wissen genau, dass Sie eigentlich gar nicht so unfähig sind, wie man Sie als Kind hat glauben lassen. Und dennoch will Ihnen einfach nichts gelingen – oder das, was Ihnen gelingt, können Sie nicht genießen. Da ist sie wieder, die Blockade, die Sie so gerne loslassen würden.

Ich lade Sie zu einem kleinen Experiment ein: schreiben sie mal all das in Ich-Form auf, was Sie im Alltag an sich selber stört. Beispiele können sein:

  • Ich bringe nie etwas zu Ende.
  • Ich bin unsportlich.
  • Ich finde nie den passenden Partner.

Sicherlich fällt Ihnen der eine oder andere Satz ein. Und dann schauen Sie sich Ihre Sätze einmal genau an. Konzentrieren Sie sich darauf und erlauben Sie sich, einmal die Gefühle und Gedanken kommen zu lassen, die Ihnen nun in den Sinn kommen. Wenn Ihnen das gelingt, dann haben Sie bereits den Prozess der Selbstreflexion begonnen. Und es ist durchaus möglich, dass sich alleine dadurch schon einiges in Ihrem Leben ändert. Unterbewusst werden Prozesse gestartet, man kann auch sagen, „es arbeitet“ in Ihnen. Und wer einmal seine Glaubenssätze kritisch betrachtet hat und in der Lage ist, die dahinterliegenden Ursachen zu verstehen, der hat schon sehr viel erreicht.

Übrigens: die Hypnose ist eine wunderbare, schnelle und effiziente Methode, um den direkten Draht zum Unterbewusstsein aufzubauen und diese Glaubenssätze und ihre Ursachen aufzuspüren. Termine für ein kostenloses Vorgespräch gibt es gleich hier.

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